Das festival contre le racisme 2011 ist leider schon vorbei… Aber 2012 gibt’s das nächste.
Das Konzert findet am Freitag, den 3. Juni ab 15 Uhr im Welfengarten (siehe Karte) statt. Es spielen folgende Bands:
- Cut my Skin (Punk aus Berlin)
- Sputnik Booster (8-Bit-Elektro / Slime-Cover aus Bayern)
- Supershirt (Elektro / Pop aus Berlin)
- Cool Mo (HipHop)
- MC_Nuri (HipHop)
Außerdem stellen sich verschiedene kritische und antirassistischen Gruppen an ihren Ständen vor. Dazu gibt es verschiedene Leckereien (vegan, vegetarisch) und Getränke. (mehr…)
Wir möchten auch zur Blockade des Naziaufmarsches am 4. Juni in Braunschweig aufrufen.
Aufruf von Keine Zukunft der Vergangenheit:
Naziaufmarsch „Tag der deutschen Zukunft“ am 4. Juni 2011 in Braunschweig verhindern!
Am 4. Juni 2011 wollen organisierte Neonazis in Braunschweig unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ ein „Zeichen gegen Überfremdung“ setzen und durch die Braunschweiger Innenstadt marschieren.
Dieses Motto steht für das menschenverachtende Weltbild der Nazis und ist der schlecht getarnte Versuch einer rassistischen Gesellschaftskritik.
(mehr…)
Filmvorführung und Diskussion
Uganda, Schweden | 2008 | Regie: Mathilda Piehl | 45 Min. | Engl. mit dt. Untertiteln
Samstag, 4. Juni – 20 Uhr – Kino im Sprengel, Klaus-Müller-Kilian-Weg 1

LGBT-Demonstration in Kamerun; unmöglich in Uganda.
Uganda ist ein durch christliche Religionen geprägtes Land mit instabiler wirtschaftlicher und politischer Lage. Homosexualität ist verboten und jedem, der Homosexuelle nicht anzeigt oder ihnen auch nur eine Wohnung vermietet, drohen mehrere Jahre Gefängnis. Zudem sollen wiederholte homosexuelle Handlungen ebenso wie gleichgeschlechtlicher Sex mit Minderjährigen, Behinderten oder HIV-Positiven nach einem Gesetzentwurf von 2009 künftig sogar mit dem Tod bestraft werden. Internationale Proteste gegen diese Pläne, die manchmal auch Kürzungen von Entwicklungshilfe einschlossen, haben die ugandische Regierung vorerst ausgebremst. Die Dokumentation »The Kuchus of Uganda« porträtiert eine Gruppe von lesbischen und schwulen AktivistInnen in Uganda, die mutig für ihre Rechte kämpfen. »Kuchus« bedeutet »das Gleiche/das gleiche Geschlecht« und wird von der LGBTI-Community in Uganda zur Umschreibung für sich selbst und queere Events genutzt.
Der Film der schwedischen Regisseurin Mathilda Piehl gibt einen Einblick in den Alltag der Kuchus, ihre Probleme und ihre Hoffnungen. Der Film wird durch eine Diskussion von Eric Bwire aus dem Netzwerk »Karawane e.V.« zur aktuellen Situation von Schwulen und Lesben in Uganda ergänzt. Dieser Verein engagiert sich bundesweit für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen.
Der Film findet sich auch auf Youtube: Link
Der Film wird präsentiert von
Femquara (feministisch_antirassistisch_queer)
Weitere Infos:
Ausstellung
Montag, 6. Juni bis Freitag, 10. Juni – in der Fachhochschule Hannover (FHH), Blumhardtstraße 2, in der Aula
von der Website der Ausstellung:
One year after the Noborder camp in Lesvos we followed the traces of those who started their stay in Europe with a step on the island’s soil. They came with small plastic boats, a dangerous trip from Turkey through the Aegean Sea. It was just the first salty step.
They came to move further within Europe. We met most of them during the time of Noborder and most of them were strongly involved in the struggles against the detention camp Pagani, a place that many now know as a symbol of then inhuman European detention policy and that finally had to be closed down.
They were on the move to all party of Europe and one year afterwards they tell their stories: Of successful arrivals without a fingerprint registered and about their precarious future of forced return. About the trap called Dublin II, when they are to be deported back to Greece—and about successful struggles against this deportation threat. They are narrations about temporary arrangements with more or less precariuos jobs in Athens and about the attempts to overcome the Dublin border to Italy twice and more times. And it is always about the next steps towards a right to stay in Europe.
As they say: We came to stay!
Through the exhibition the migrants’ voices returned to the place of their first struggle in Europe. To thank all the silent supporters who helped them on the island. And to take part in this years Noborder activities. As long as most of them have no chance to travel freely in Europe, at least with their pictures and stories they can move freely.
politisch rechts, rassistisch oder antisemitisch motivierte Gewalt und die Unterstützung der Betroffenen – Workshop
Montag, 6. Juni – 16 Uhr – in der Fachhochschule Hannover (FHH), Raum 5.126, Blumhardtstraße 2
In dem Workshop möchten die Referentinnen gemeinsam mit den Teilnehmenden auf die Spezifika politisch rechts motivierter Gewalt und deren Wahrnehmung im öffentlichen Diskurs eingehen. Darauf aufbauend werden u.a. mit Hilfe von Fallbeispielen Möglichkeiten erarbeitet, wie eine parteiliche Beratung und Unterstützung von Betroffenen rechter, rassistischer oder antisemitischer Gewalt sowie deren soziales Umfeld gelingen kann und welche Voraussetzungen dafür notwendig sind. Dabei wird auch das Projektkonzept der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt vorgestellt und dessen Übertragbarkeit auf Niedersachsen diskutiert werden.
Zum Hintergrund: Die Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt (in Trägerschaft von Miteinander e.V.) unterstützt (potentielle) Betroffene politisch rechts, rassistisch oder antisemitisch motivierter Gewalt. Die Betroffenenperspektive steht dabei im Mittelpunkt. Die Unterstützung erfolgt aufsuchend, vertraulich und auf Wunsch anonym.
Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt, www.mobile-opferberatung.de
Vortrag und Diskussion
Montag, 6. Juni – 18 Uhr – Institut für Soziologie, V108, Schneiderberg 50, 1.OG
Wenn wir Rassismus hören, denken wir vielleicht zunächst an Neonazis, die Migrant_innen oder Menschen, die sie dafür halten, Schwarze Menschen oder People of Color beleidigen, verprügeln oder gar ermorden. Erfahrungen rassistisch diskriminierter Personen zeigen genauso wie empirische Untersuchungen über Rassismus, dass es sich dabei aber um ein viel grundlegenderes gesellschaftliches Phänomen handelt.
Personen mit türkischem Namen müssen sich bei gleicher Qualifikation weitaus häufiger bewerben, als Personen mit einem deutschen Namen, um überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Kinder aus Familien mit Migrationsgeschichte werden bei gleichen Noten nach der vierten Klasse im Durchschnitt häufiger auf Schulformen geschickt, die einen niedrigeren Bildungsabschluss erwarten lassen, als das bei deutsch-deutschen Kindern der Fall ist. In „Integrationsdebatten“ werden Menschen in die Kategorien Wir und Die aufgeteilt und je nach Zuordnung unterschiedlich bewertet und mit verschiedenen Erwartungen belegt. Menschen, die in der Bundesrepublik Asyl suchen oder über viele Jahre mit einem Duldungsstatus leben, dürfen nicht arbeiten und werden systematisch von der Mehrheitsgesellschaft abgesondert.
All dies sind nur einige Beispiele dafür, dass Rassismus ein alltägliches Phänomen, ein Set von Hanlungen, Sprechweisen und Rahmenbedingungen ist, das die Gesellschaft strukturiert und weißen Deutschen oft noch nicht mal auffällt, obwohl sie (zum Teil ungewollt) Nutznießer_innen der Ungleichbehandlungen sind.
Wie lassen sich diese Befunde erklären? Welchen Anteil haben Erziehung, Gesetze und Sprache am alltäglichen Rassismus? Wie kann man sich antirassistisch verhalten und positionieren?
Diese Fragen wollen wir diskutieren mit Dr. Vassilis Tsianos, Migrations- und Rassismusforscher an der Universität Hamburg und Mitglied bei Kanak Attak.
Veranst.: Antirassistisches Plenum Hannover
Lesung des gleichnamigen Buches mit der Autorin ManuEla Ritz
Montag, 6. Juni – 20 Uhr – Elchkeller, Keller im Schneiderberg 50
Als schwarzes Mädchen in Deutschland aufzuwachsen, kann als Lebensschule der intensiveren Art gelten. Manuela Ritz ging in den 80er Jahren in Mügeln zur Schule, jener sächsischen Kleinstadt, die durch eine Hetzjagd auf Inder in die Schlagzeilen geriet. – Geh dich mal waschen, du bist dreckig! –, gehörte zu den harmlosen Beschimpfungen. Irgendwann hat sie gemerkt, wie befreiend es ist, sich zu wehren.
Heute zeigt sie anderen, dass es Wege aus der Opferrolle gibt. Manuela Ritz ist Trainerin gegen Rassismus sowie für Empowerment. Ihren Beruf und den Weg dorthin beschreibt sie in ihrer Biographie „Die Farbe meiner Haut. Die Anti-Rassismus-Trainerin erzählt,”.
Sie schildert darin Ausschnitte ihres Lebens als Schwarzes Mädchen, Jugendliche und Frau in einer mehrheitsweißen Gesellschaft und spiegelt durch ihre Erfahrungen bundesdeutschen Alltagsrassismus wieder. Das Buch belässt es nicht bei der bloßen Beschreibung, sondern eröffnet Strategien, sich gegen Rassismus zur Wehr zu setzen. Auch beschreibt sie darin Ansätze und Konzepte ihrer antirassistischen Bildungsarbeit.
Wir laden euch herzlich zu dieser Lesung und dem anschließenden Gespräch mit der Autorin des Buches ein.
AStA der Universität Hannover
Vortrag mit Elias Bierdel
Dienstag, 7. Juni – 15 Uhr – Pavillon, Lister Meile 4
Der langjährige Flüchtlingsaktivist Elias Bierdel schildert seine Erfahrungen an Bord des Hilfsschiffes „Cap Anamur“ im Mittelmeer. Italienische Behörden verweigerten dem Schiff im Sommer 2004 das Einlaufen, da es afrikanische Flüchtlinge transportierte, die auf offener See Schiffbruch erlitten hatten und von der „Cap Anamur“ gerettet worden waren. Mehr als zehn Tage wurde das Schiff samt Besatzung und der verzweifelten Flüchtlinge festgesetzt, bis die Behörden unter Androhung des Kapitäns, den Notfall auszurufen, es an einem italienischen Hafen anlegen ließen.
Trotz Protesten italienischer Antirassist_innen wurden die 37 afrikanischen Flüchtlinge unmittelbar unter Anwendung roher Gewalt abgeschoben und die gesamte Crew der „Cap Anamur” wegen „Verdacht auf Menschenschmuggel” verhaftet.
Die damaligen italienischen und deutschen Innenminister gaben öffentlich zu, einen „gefährlichen Präzedenzfall“ verhindern zu wollen. Die von der europäischen Grenzschutzagentur Frontex mit Waffengewalt durchgesetzte Abschottung der Europäischen Union gegen den wachsenden Flüchtlingsstrom aus Afrika und Asien kostet jährlich tausende Menschen das Leben – sie ertrinken, kentern, verdursten auf offener See oder sehen sich skrupellosen Grenzschützer_innen gegenübergestellt. Es sind Menschen, die angesichts der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen, Krieg, Dürren und Umweltkatastrophen keine andere Möglichkeit sehen, als die gefährliche Überfahrt nach Europa zu wagen.
Elias Bierdel ist Gründungsmitglied von „borderline europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V.”, einem Verein, der über die „täglichen Dramen” an den europäischen Außengrenzen informieren und aufklären will und betroffene Migrant_innen unterstützt.
762-Antifa
Vortrag
Dienstag, 7. Juni – 18 Uhr – hanOMacke, Schloßwender Straße
Die rechtspopulistische Parteienlandschaft in Westeuropa blüht: In Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Finnland, Österreich, der Schweiz – überall erreichen rechte Parteien mit rassistischen Kampagnen und Positionen mittlerweile einen hohen Stimmenanteil.
Auch wenn in Deutschland bisher keine rechtspopulistische Partei eine vergleichbare Zustimmung erfährt, werden die rechtspopulistischen Ausfälle auch hier laut – und das nicht erst seit Sarrazin. Meist kommen sie in Form von Sozialrassismus und Antiislamismus daher. Immer wieder werden dabei Bilder eines vermeintlich progressiven, oft christlichen Abendlandes beschworen, das mal gegen Moscheen, mal vor der bösen klebrigen Unterschicht oder vor zu viel dunkler Haut geschützt werden müsse. Dass diese Propaganda wirkt, steht außer Frage. Aber was für gesellschaftliche Konsequenzen ergeben sich daraus? Woraus setzt sich der gesammelte Stuss zusammen? Und was kann man ihm entgegen setzen?
Eine Veranstaltung von
Avanti – Projekt undogmatische Linke,
Ortsgruppe Hannover
Vortrag und Diskussion
Dienstag, 7. Juni – 20 Uhr – Pavillon, Lister Meile 4
Mit Land Grabbing oder – scheinbar neutral – als „ausländische Direktinvestitionen in die Landwirtschaft“ wird der massive Erwerb von Ländereien in Regionen des globalen Südens durch Staaten, Privatunternehmen oder Finanzfonds bezeichnet.
Das enorme Interesse an Besitz und Spekulation mit Land, das derzeit zu verzeichnen ist, hat verschiedene Gründe (Ernährungssicherung im Käufer- bzw. Pächterland, Produktion von Biosprit, Suche nach krisensicheren Anlagemöglichkeiten, etc.) und weitreichende Folgen für die lokale Bevölkerung, die (Welt)Ernährungssituation und globale Machtverhältnisse. Wenn auch noch nicht ausgemacht ist, welche Akteur_innen als Sieger_innen aus dem von nationalen und kapitalistischen Interessen geprägten Konkurrenzkampf um die vielseitig einsetzbare Ressource Land hervorgehen werden, so scheinen die Verlierer_innen jetzt schon festzustehen: Es ist die Bevölkerung der armen Länder, die von Landvertreibungen, Hunger, Abhängigkeit von Großinvestoren, Verlust von Biodiversität und Wassermangel betroffen ist und sein wird.
Gemeinsam mit dem Referenten Benjamin Luig wollen wir klären, inwiefern es sich bei Land Grabbing um eine neoliberale Form des Kolonialismus handelt. Außerdem wollen wir die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen für die lokale Bevölkerung und für globale Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse diskutieren.
Mehr Informationen unter:
land-grabbing.de
www.afrique-europe-interact.net
www.fian.de
Veranst.: Pavillon und
Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen
Workshop mit Aretha Schwarzbach-Apithy
Mittwoch, 8. Juni – 16 Uhr – UJZ Korn, Kornstraße 28/30
Leider doch ohne Gebärdensprachenübersetzung
Aktionen (wie auch wissenschaftliche Positionen) die sich als antirassistisch, interkulturell oder aufklärerisch begreifen, bleiben überwiegend den (sich als helfend präsentierenden) kolonialen Tradition verhaftet, da sie es nur für bedingt möglich erachten, Menschen, die zu rassisierten Objekten verformt wurden, für sich selbst sprechen und agieren zu lassen. Kolonialrassistische Kontrolle kann und will nicht kompromisslos (!) aufgegeben werden. Sie bestimmt das überlieferte Beziehungsmuster zwischen Kolonisierten und Kolonisierenden / Diskriminierten und Diskriminierenden und bildet gleichzeitig eine beträchtliche Ursache für (nicht nur) wissenschaftliche Erkenntnisdefizite.
Innerhalb dieser Zusammenhänge wird in dem Vortrag von A. Schwarzbach-Apithy vorrangig auf jene Dynamiken, Traditionen, Institutionen, Menschen und Beziehungsmuster geschaut, welche Ein- und Ausgrenzung, Gewalt und Unfreiheit als Basis in familiärer KinderaufZucht wie als Grundlage in allen pädagogischen Rämen wo erzogen und gebildet wird, verwenden; alle weißen Gesellschaftsformationen sind nahezu bruchlos davon durchzogen.
Der Blick auf jenes und auf jene, die Diskriminierungen als Kultur; als höfliche Daseins-Form Weißer Menschen AUSÜBEN, HERSTELLEN, PROPAGIEREN und VERMITTELN ist mitnichten ein neuer Blick so genannter WeißSeinsstudien. Er ist Zusammenfassung unzähliger Schwarzer Beobachtungen, Überlieferungen und theoretischer wie praktischer Erkenntnisse – er ist ein Element Schwarzer Wahrheit. Benennung. DeKolonisierung. Abgrenzung.
Femquara (feministisch_antirassistisch_queer)
Mehr Informationen: Wikipedia: „Weißsein“
Interkontinentale Vernetzung im Kampf für globale Bewegungsfreiheit – Vortrag
Mittwoch, 8. Juni – 20 Uhr – UJZ Korn, Kornstraße 28/30

Im Frühjahr dieses Jahres machte sich die „Bamako-Dakar-Karawane für Bewegungsfreiheit und selbstbestimmte Entwicklung“ auf zum Weltsozialforum nach Dakar im Senegal. Mit dieser Karawane haben AktivistInnen aus Europa und Afrika, unter ihnen viele Flüchtlinge, ihre Forderung nach globaler Bewegungsfreiheit zum Ausdruck gebracht. Mit verschiedenen Aktionen wurde v.a. die Abschottungspolitik der Europäischen Union gegenüber Flüchtlingen kritisiert. Es wurden Fluchtursachen und die Verantwortung der Metropolen benannt. Gleichzeitig war diese Karawane Ergebnis praktischer Vernetzung von AktivistInnen aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichem Hintergrund.
Auf der Veranstaltung berichten Leute, die die Karawane mit organisiert haben und mitgereist sind von den Zielen der Karawane, ihren Erfahrungen und den Möglichkeiten weiterer Vernetzung von AktivistInnen in Europa und Afrika im Kampf gegen die Festung Europa und für eine globale Bewegungsfreiheit.
VeranstalterIn: Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. und Kooperative Flüchtlingssolidarität
Weitere Informationen: www.afrique-europe-interact.net, Zeitungsbeilage
Workshop zu Stereotypen in Medien
Donnerstag, 9. Juni – 18 Uhr – UJZ Korn, Kornstraße 28/30
Den Urlaub und die Teilnahme an Projekten oder Studienaufenthalten im Globalen Süden nutzen viele Menschen um Einblicke in andere Lebenswirklichkeiten zu erhalten. Deshalb werden dort viele Fotos gemacht, die nach der Rückkehr gezeigt werden. Dazu werden Geschichten erzählt und es wird von verschiedensten persönlichen Erfahrungen berichtet.
Dabei stellt sich die Frage wie andere Lebenswirklichkeiten auf Fotos und in Berichten dargestellt und welches Bild von Menschen – bewusst oder unbewusst – dabei transportiert wird. Werden stereotype Vorstellungen von anderen Lebensrealitäten (re-)produziert, oder gelingt es ein differenziertes Bild zu vermitteln und Stereotype aufzubrechen? Stellt das Bild lediglich die Perspektive des Fotografierenden dar, oder gelingt es, die Perspektive derjenigen mit einzubeziehen, deren Lebenswelt abgebildet wird, oder die selbst auf den Fotos zu sehen sind? Der Code of Conduct on images and messages ist eine Richtlinie zum Fotografieren und zum Umgang mit Bildern und Berichten, welche helfen kann die (Re-)Produktion von Stereotypen zu vermeiden.
Die Veranstaltung wird ein Kurzworkshop sein, d.h. nach einem Input werden die Teilnehmenden die Möglichkeit haben selbstständig zu arbeiten und verschiedene Methoden auszuprobieren.
Workshop
Freitag, 10. Juni – 16 Uhr – Institut für Soziologie, V108, Schneiderberg 50, 1.OG
Gemeinsam mit Euch möchten wir nach einem kurzen Input zum Thema „Extremismus“ die Fallstricke des aktuellen Diskurses herausarbeiten. Dabei soll sowohl die Durchsetzung des Wortes „Extremismus“ thematisiert werden als auch konkret die Extremismusklausel und ihre Folgen für betroffene Projekte und Initiativen.
Die Veranstaltung findet als Kurzworkshop statt, d.h. Inputs und selbstständiges Arbeiten der Teilnehmenden wechseln sich ab.
Medinetz Hannover (Medizinische Flüchtlingssolidarität) und
Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt
Filmvorführung im Kino im Sprengel
Österreich | 1992 | Regie: Walter Wippersberg | ORF-Produktion | 55 Min. | Deutsch
Freitag, 10. Juni – 20 Uhr – Kino im Sprengel, Klaus-Müller-Kilian-Weg 1
Ein Team von Antropolog_innen des Fernsehsenders „All African Television“ macht sich auf den Weg nach Oberösterreich um diese fremde Region zu erforschen. Dort beobachten sie die Einheimischen und deren Lebensweisen und kommen dabei zu erstaunlichen Erkenntnissen.
Seltsame Bräuche, Pseudo-Nomadentum – und sogar ein ausgeprägtes Götzentum – scheinen das Leben der oberöstereichischen Stämme zu bestimmen. Doch deren Erforschung ist schwierig. Mit Hilfe der 3 Himmelfreundpointnerbrüder wird ein Einblick in diese fremde Kultur schließlich trotzdem möglich.
Diese Mockumentary macht durch ihren ungewöhnlichen Blickwinkel den eurozentrischen Bias in der Wissenschaft sichtbar. Mehrmals stoppt der Film und der Forschungsleiter kommentiert aus dem Studio die gezeigten Bilder, nicht ohne dabei das Publikum immer wieder gönnerhaft zu Nachsicht mit der primitiv anmutenden Lebensweise der Oberösterreicher_innen zu ermahnen. Angereichert werden die Kommentare mit den „Forschungsergebnissen”, die das Team bei seinen Dreharbeiten gewonnen hat.
Der Frankfurter Historiker Felix Schürmann wird eine kurze Einführung in den Film geben.
Den Film gibt’s auch auf Youtube: Link
762-Antifa



