Informationsveranstaltung zu ethnischer Diskriminierung beim Zugang zu Diskotheken in Hannover [Dienstag 04. Juni]

In Hannover sind Jugendliche, denen ein Migrationshintergrund zugeschrieben wird (gleichwohl sie zumeist Deutsche sind), immer wieder mit der Tatsache konfrontiert, dass ihnen der Einlass bei Diskotheken verweigert wird. Zeitgleich werden jedoch ‚weiße‘ Jugendliche (Jugendliche ohne Migrationshintergrund) ohne Probleme eingelassen. Dies deutet darauf hin, dass diese Jugendliche aufgrund ihrer ethnischen Zuschreibung diskriminiert werden. Das Phänomen ist in vielen deutschen Städten bekannt.
Ziel der Veranstaltung ist es, das Problem der ethnischen Diskriminierung öffentlich darzustellen und Lösungsansätze zu diskutieren.

Datum: Dienstag 04.Juni, 18.30 Uhr
Ort: Mosaiksaal, Rathaus (Trammplatz 2)

Open Air Konzert [Freitag 07. Juni]

Das Open-Air-Konzert findet am Freitag, den 07. Juni ab 15 Uhr im Welfengarten hinter dem Hauptgebäude der Universität Hannover statt. Es spielen Bands aus verschiedenen Stilrichtungen. Einen politischen Hntergrund haben alle Bands, die wir für Euch nach Hannover geholt haben.
Wie immer haben wir versucht, eine musikalisch möglichst bunte Mischung zusammenzustellen, um für alle von Euch etwas dabei zu haben! Des Weiteren stellen sich verschiedene kritische und antirassistische Gruppen an ihren Ständen vor. Dazu gibt es verschiedene Leckereien (vegan, vegetarisch) und Getränke. Den Timetable für dieses Jahr werdet ihr ein paar Tage vor dem Festival hier in unserem Blog finden.
Dieses Jahr treten beim Festival folgende Bands und KünstlerInnen auf:

Grossstadtgeflüster
Lafftrak
Ego vs. Emo
Mordslärm

Datum: Freitag 07. Juni, 15.00 – 23.00 Uhr
Ort: Welfengarten
(mehr…)

Aftershow Party [Freitag 07. Juni]

Für die musikalische Untermalung dabei sind:

Upstairs:

NULLBIT | ZWERK★DER-AUSSCHUSS | BREMEN
Kostprobe
BLENCKE | TUNNELBLICK | HANNOVER
Kostprobe
SIGGI JACKSON, CHORI PAN & CHRIS MUTH | CODEX |HANNOVER
KostprobeKostprobeKostprobe
FRΞΛKØUT & IWDB | ZWERK★DER-AUSSCHUSS | BREMEN
KostprobeKostprobe

Downstairs:

Eine Musikalische Zeitreis von Jazz über Oldschool-Hiphop und Trash bis Happy Hardcore.

Die DJanes und DJs schicken euch auf eine Entdeckungsreise durch die verschiedensten Genres und verwandeln das Cafe an diesem Abend in eine Zeitmaschine! Auf die Ohren und Füße gibt es Musik von Jazz, Soul und Funk über Blues Rock, rüber zu den Ästen des Old School Hip Hop und mit einem kleinen Sprung geht es zu den goldenen 90ern, bei denen man neben einigen Classics ebenso vergessene Underground Bomben zu hören bekommt – und all das direkt vom schwarzen Gold, wie in den alten Zeiten!! Doch damit nicht genug: Die Reise geht noch viel weiter, denn wir machen einen krassen Abstecher zu der abgefahrensten Trash und Disco Musik. Und mit ein bisschen Happy Hardcore wird das ganze abgerundet. Lasst uns mit diesem vielfältigen Musikangebot alle Menschen zusammenbringen! Denn eins haben all diese Genres gemeinsam: Sie werden euch zum Tanzen bringen!

Pitchy & Scratchy – Lil Massiv – Krater – Claas Working

Datum: Freitag 07. Juni, 23.00 Uhr
Ort: UJZ Korn (Kornstraße 28-32)

Gegen rechts argumentieren lernen [Montag 10. Juni]

Häufig meinen Leute, Ausgrenzung und Diffamierung wären der richtige Weg, um mit Rechten umzugehen. Deren Standpunkte werden dabei als nicht befassenswert abgetan. Dabei ist aber vollends von dem Inhalt der Argumentationen abgesehen, also nichts dagegen gesagt. Rechtsradikale Taten und Parolen müssen jedoch als das ernst genommen werden, was sie sind: eine politische Gesinnung. Für eine richtige Kritik ist es deshalb wichtig, die Rechtsradikalen in ihren Argumenten ernstzunehmen, um deren Fehler mit ihren schädlichen Konsequenzen aufzeigen zu können.

Mit: Arbeitskreis Auflösen Bremen

Veranstalter: AStA der Uni Hannover

Datum: Montag 10. Juni, 19.00 Uhr
Ort: Raum V111 (Schneiderberg 50)

Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und der Barrierefreiheit von Universitäten [Dienstag 11. Juni]

Seit 2006 ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Deutschland in Kraft. Dies verbietet Ungleichbehandlungen aufgrund einer Behinderung und 5 weiteren Gründen. In 2009 ratifizierte die Bundesregierung außerdem die UN Behindertenrechtskonvention, die eine umfassende Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen einfordert. Hierzu gehören öffentliche Einrichtungen inklusive der Schulen und Universitäten.
Der Workshop wird Aspekte der Barrierefreiheit im Rahmen des AGG und der Behindertenrechtskonvention diskutieren. Theorie und Praxis werden beleuchtet und Handlungsansätze für die Universität Hannover diskutiert.

mit:
Vera Egenberger, Geschäftsführerin des Büros zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. (BUG)

Veranstalter: AStA der Uni Hannover

Datum: Dienstag 11. Juni, 18.00 Uhr
Ort: Raum V111 (Schneiderberg 50)

Von selbst wird die Welt nicht besser! Linke Gewerkschaften als Mittel gegen Rassismus und Sozialchauvinismus [Mittwoch 12. Juni]

Im vierten Jahr der aktuellen Krise scheint es auch den letzten deutlich zu werden, dass Kapitalismus noch nie blühende Landschaften für alle bedeutet hat, sondern Ausbeutung und Elend für (fast) alle – mit jeweils qualitativ unterschiedlichen, und überschneidenden Betroffenheitslagen. Auch wenn gerade Studierende mit großen Hoffnungen auf die spätere Karriere durch ihre Stellung im Produktionsprozess auf eine angenehmere Lohnarbeit hoffen – sind gerade in den letzten Jahren die Chancen darauf weitaus schlechter geworden. Nicht bereits durch diese Entwicklung – sondern weil Lohnarbeit immer Ausbeutung bedeutet – gilt es sich gemeinsam zu organisieren.

„Diversity-Management?“
Was im universitären Bereich seit ein paar Jahren im deutschsprachigen Raum Intersektionalität(Überschneidungen) genannt wird und als ‚neuer‘ Ansatz die Vielfältigkeit von kollektiven Betroffenheitslagen erfassen soll – ist bereits lange Zeit Bestandteil anti-autoritäter Bewegungen und Vernetzungen. Mit jeweils unterschiedlichen Erfolgen und Niederlagen spielten diese Überschneidungen eine wichtige Rolle. Die praktischen Verknüpfungsmöglichkeiten und emanzipatorischen Strategien hängen jedoch maßgeblich von der Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse ab. „Was ist Ausbeutung?“, „Was ist Rassismus“, „Was ist das Patriarchat“ lauten solche, und andere wichtige Fragen.

Im Workshop soll, ausgehend von diesen Fragen Möglichkeiten diskutiert werden, wie sich Kämpfe verknüpfen und Strategien dagegen entwickeln lassen: Anhand des Beispiels der Industrial Workers of the World („Wobblies“). Diese, 1906 in Chicago (USA) gegründete Gewerkschaft schaffte es schon immer- als einzige Organisation der US-Amerikanischen ArbeiterInnenbwegung- verschiedene Ausgangsbedingungen miteinander zu verknüpfen. Linke Größen wie Emma Goldman („If I can‘t dance, it’s not my revolution!“) waren dort organisiert. Nach der militärischen Zerschlagung in den 1920er Jahren (mit Ablegern in deutschen Hafenstädten) beginnt diese sich seit den späten 1990er Jahren in den USA – aber auch wieder weltweit Fuß zu fassen. Auch im deutschsprachigen Raum beginnt ein zögerlicher Aufbau dieser einmaligen Gewerkschaft.
Der Workshop richtet sich an alle Interesssierten und setzt keine Vorkenntnisse voraus.

Mark Richter ist Aktivist bei den Industrial Workers of the World („Wobblies“) und arbeitet im internationalen Netzwerk „M31“ an der Überwindung der gesellschaftlichen Verhältnisse.

Veranstalter: AStA der Uni Hannover

Datum: Mittwoch 12. Juni, 20.00 Uhr
Ort: UJZ Korn (Kornstraße 28-32)

Fremd im eigenen Land? – Wohn- und Lebensbedingungen von Sinti und Roma in Deutschland [Donnerstag 13. Juni]

Seit über 600 Jahren leben Sinti im Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland. Sie sind seit Generationen sesshaft und besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft.1997 hat die Bundesrepublik Deutschland die Sinti und Roma deutscher Staatsangehörigkeit als nationale Minderheit anerkannt;
gleichberechtigt neben Dänen, Friesen und Sorben. Doch noch immer tut sich die deutsche Mehrheitsgesellschaft schwer damit unterschiedliche Lebensweisen positiv aufzunehmen. Der deutsche Antiziganismus reicht weit über den Nationalsozialismus hinaus, auch wenn dieser den Höhepunkt in der Verfolgung mit dem Völkermord an Sinti, Roma und Lalleri darstellte. Aber auch die Nachkriegsgesellschaft tat sich schwer mit den Sinti, die nach dem Krieg in ihre alte Heimat Niedersachsen zurückgekehrt waren oder hier eine neue Heimat gefunden hatten. Diskriminierung und Ausgrenzung durch die Behörden und die Bevölkerung und die oft willkürliche und demütigende Behandlung durch die Polizei und die Ordnungsämter hatten weiter bestand. Und auch heute noch wirken sich die Ressentiments auf die Wohn- und
Lebensbedingungen aus.

Der Historiker und Politologe Boris Erchenbrecher arbeitet bei der Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma. Er wird die unterschiedlichen Gruppen darstellen und über ihre jetzige Situation in Deutschland und Hannover berichten.

Veranstalter: Kampagne Ahoi

Datum: Donnerstag 13. Juni, 18.00 Uhr
Ort: Kulturfabrik der Faust (Zur Bettfedernfabrik 3)

Racial Profiling – Alltäglicher Rassismus der Behörden [Dienstag 11. Juni]

„Racial Profiling beschreibt die diskriminierende Verwendung von Zuschreibungen wie ethnische Zugehörigkeit, phänotypische Merkmale, nationale Herkunft u.a. als Grundlage für polizeiliche Identitätskontrollen oder Durchsuchungen und andere – auch gewaltvolle – Maßnahmen ohne konkretes Indiz.“ (Homepage)
Nach einer 2010 durch die Bundespolizei durchgeführten Kontrolle eines Studenten aus Kassel, hat dieser erstmals in der BRD gegen die rassistisch motivierten Maßnahmen geklagt. Noch im Februar 2012 in einem erstinstanzlichen Urteil durch das VG Koblenz legitimiert, ist das Urteil inzwischen für vollständig wirkungslos erklärt worden.
Nach einem Überblick über die rechtlichen Grundlagen und das Verfahren, wollen wir zusammen u.a. über die Wirkung des letzten Urteils und möglichen Widerstand gegen weiterhin stattfindende rassistische Kontrollen diskutieren.

mit:
Sven Adam, Anwalt des Klägers aus Göttingen
Winfried Möller, Jurist und Hochschuldozent an der HS Hannover

Veranstalter: Antira Plenum Hannover

Datum: Dienstag 11. Juni, 20.00 Uhr
Ort: Elchkeller (Schneiderberg 50)

Asylmonologe „Bühne für Menschenrechte“ [Montag 17. Juni]

„Mit der ersten Produktion, den Asyl-Monologen, orientiert sich Bühne für Menschenrechte an den Worten von Martin Luther King, jr., für den menschlicher Fortschritt weder automatisch noch unausweichlich ist und jeder Schritt hin zu Gerechtigkeit Opfer, Leid und Kampf verlangt.

Die Asyl-Monologe erzählen von Ali aus Togo, von Freunden liebevoll „Präsident“ genannt, Felleke aus Äthiopien, der erst willensstark Abschiebeversuche verhindern muss, um dann einen Menschenrechtspreis überreicht zu bekommen, und Safiye, die nach Jahren der Haft in der Türkei und einer absurden Asylablehnung sich für das Lebensbejahenste überhaupt entscheidet: sie schenkt einem Sohn und einer Tochter das Leben.

Die Asyl-Monologe erzählen von Schritten hin zu Gerechtigkeit, indem sie nicht nur die Werdegänge von Flüchtlingen und Asylsuchenden inklusive der zunächst ‚normalen’ Lebensläufe in ihrer Heimat, der Fluchtursachen und ihrer Erfahrungen mit dem deutschen Asylsystem darstellen, sondern vor allem Geschichten von Trennungslinien und Koalitionen, von Feigheit und Mut, von Konflikten und Solidarität sind. Kurzum: die Asyl-Monologe erzählen jene Dramen, die stattfinden, wenn verschiedene Lebenswege sich unter besonderen Umständen berühren beginnen und Menschen schließlich „unfähig wurden, ein unengagiertes oder aufgeschobenes Leben zu führen“ (Edward Said).“

Veranstalter: AStA der Uni Hannover

Datum: Montag 17. Juni, 19.00 Uhr
Ort: Indiego Glocksee (Glockseestraße 35)

Staatliche Migrationspolitik (am Beispiel BRD/EU) [Dienstag 18. Juni]

Jedes Jahr wird tausenden Flüchtlingen/Asylsuchenden der Aufenthalt in der BRD verwehrt und im Zuge dessen werden diese in ihre vermeintlich Heimatländer abgeschoben. Sie erwartet dort ein Leben in Armut, Hunger, Krieg und politischer Verfolgung. Ähnlich verhält es sich auch an den Außengrenzen der EU, hier sorgt die europäische „Grenzagentur“ Frontex für „Recht und Ordnung“. Nach Einschätzung der Ärzte ohne Grenzen sind es Jährlich ca.650 Grenztote allein an der spanisch-marokkanischen Grenze. Die Bilder von blutigen Grenzabweisungen und angeschwemmten Leichen sorgen, je nach Beachtung bürgerlicher Medien, auch außerhalb Links/Linksradikaler Kreise immer mal wieder für Empörung. Empörung darüber das es dort nicht den gewohnt bürokratischen Gang, wie in der Ausländerpolitik im Inland, geht. Blutige Tatsachen sind ungern gesehen und stehen dem freiheitlichen Ruf der Gesellschaft der freien und gleichen Entgegen. Aber es sind eben auch Linke die ihre Kritik ausschließlich an menschenunwürdigen Bedingungen in Abschiebeknästen oder an den EU Außengrenzen formulieren, ohne das Geschehen gesellschaftlich einzuordnen!
Wir wollen in diesem Workshop herausarbeiten warum es nicht hilft Empört zu sein, wenn man dem Treiben auf Dauer ein Ende setzen möchte und den Blick auf die Gründe für solch staatliches/europäisches Handeln richten.

Veranstalter: Fast Forward Hannover

Datum: Dienstag 18. Juni, 19.00 Uhr
Ort: Raum V111 (Schneiderberg 50)

Rassismus ohne Rasse [Donnerstag 20. Juni]

Rassist will heute außer der Nazis keiner mehr sein – und doch ist Rassismus alles andere als ausgestorben oder überwunden. Er ist so verpönt wie allgegenwärtig. Genauso wie die Diskrepanz zwischen dem, was das Recht zumindest in westlichen Staaten einerseits vorsieht – die Gleichbehandlung aller seiner Staatsbürger*innen – und dem tatsächlichen agieren der Staatsagenten – Behördenmitarbeiter*innen, Richter*innen, Polizist*innen usw. – andererseits. Zu dem durch die Staatsagenten ausgeübten Rassismus kommt der brutale Alltagsrassismus, dem die Menschen ständig ausgesetzt sind und begegnen müssen.
Wir wollen gemeinsam mit euch bei diesem Workshop unter anderem den Fragen nachgehen, wie Rassismus in die Welt kam und sich die mit Rassismus verbundenen Vorstellungen bis heute erhalten konnten, inwieweit sich der Rassismus dabei den historischen Gegebenheiten angepasst hat und welche Vorstellungen über die Welt diese Ideologie unterstützt.

Veranstalter: Gruppe Kritik im Handgemenge

Datum: Donnerstag 20. Juni, 19.00 Uhr
Ort: Raum V111 (Schneiderberg 50)